• FRANK MERKL

Influencer ... empfiehl doch mal was.

Aktualisiert: Aug 24



Wie einflussreich sind sie wirklich? Keine Frage ... für Unternehmen, die Influencer professionell einsetzen, stimmt der ROI meistens. Da juckt es auch Marketing-Verantwortliche in den Fingern, die bei dem Thema noch eher jungfräulich sind. Bevor ihr euere Unschuld verliert, lasst euch mal ein paar Zahlen auf dem Hirn zergehen.


Die Influencer-Marketing-Plattform Takumi hat in einer Umfrage im Frühjahr 2020 mehr als 2.000 Personen in Deutschland, England und den USA befragt. 27% der Befragten gaben an, dass sie in den letzten sechs Monaten beim Kauf eines Produkts oder einer Dienstleistung durch YouTube-Influencer beeinflusst wurden. Das klingt für jeden Marketer auf den ersten Blick schon mal sehr viel versprechend. In der Altersgruppe von 16 bis 44 Jahren folgen stramme 34% eher der Empfehlung eines YouTubers als der von Freunden. Je jünger die Befragten waren, desto höher der Einfluss der "Beeinflusser". Wenn das nicht rechtfertigt, mehr Marketing-Budget in Influencer zu investieren. Doch Vorsicht ... Spoiler: 61 % der User entfolgen Influencer, wenn sie diese als nicht authentisch erleben. Promoten die etwas, das nicht zu ihnen passt, ist Schluss mit Vertrauen. Im Prinzip ähnlich wie bei einer Marke, die Ihr Angebot zu weit spreizt. Würde Harley-Davidson ein Mofa bauen, es wäre wohl ziemlich sicher ein Flop. Fußballer Toni Kroos ist zwar aktuell mit über 23 Mio. Follower auf Instagram ganz weit vorne in der Riege der deutschen Influencer, aber für welche Marke setze ich so eine Person ein und wo besser nicht? Deshalb liebe Marketing-Verantwortliche trocknet euere aufgeregten Schwitzepfötchen: Es ist nicht ganz so leicht. Die Rechnung kann nur aufgehen, wenn es stimmig ist. Und jetzt kommt noch einer obendrauf: 75 % der Influencer legen großen Wert auf Unabhängigkeit. Das wird hart für Unternehmen und ihre Marketing-Verantwortlichen, die das Ruder immer fest im Griff haben wollen und bei Inhalten und Darbietung mitbestimmen wollen.


Nennt mich altmodisch ... aber bevor ihr in einer "Das-müssen-wir-auch-haben-Stimmung" dieses Risiko eingeht, investiert die Kohle lieber in zufriedene Kunden, statt in zufriedene Influencer.

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